Arbeitnehmer*innen brauchen einen Rechtsanspruch auf Homeoffice

Zur Debatte um ein Recht auf Homeoffice sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Joschka Knuth:

Noch immer sind die Infektionszahlen in Deutschland alarmierend hoch. Wir müssen deshalb so schnell es geht alle möglichen und notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Kontakte zu reduzieren. Während wir im Handel, in den Kitas und Schulen oder auch im Privaten massive Einschränkungen vorgenommen haben, sind für Büroarbeitsplätze bisher keine relevanten Auflagen zur Kontaktreduktion getroffen worden. Arbeitnehmer*innen brauchen für die kommenden Monate einen Rechtsanspruch darauf, von zu Hause arbeiten zu können. Wer dazu in der Lage ist und das auch möchte, muss das sofort tun können.

Wir als Landtagsfraktion fordern die Bundesregierung auf, von ihrem Handlungsspielraum Gebrauch zu machen und eine entsprechende Rechtsverordnung zu erlassen. Die Landesregierung sollte das gegenüber dem Bund einfordern. Auch wenn ein relevanter Teil der Unternehmen schon verantwortungsvoll handelt und die Präsenz der Bürobeschäftigten stark reduziert, haben die Appelle der vergangenen Wochen erkennbar nicht dazu beigetragen, dass so viele Menschen wie möglich im Homeoffice arbeiten.

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