Mit Ansiedlungen Innovation und Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein sichern!

Hier meine Rede im Landtag zu TOP 19+ „Freie Gewerbeflächen landesweit und länderübergreifend auffindbar machen„:

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Sehr geehrte Frau Präsidentin,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Ansiedlungsstrategie ist eine sehr gutes Projekt der Jamaika-Koalition für die Zukunft der Wirtschaft in unserem Land. Vielen Dank an die Regierung für die Vorlage.

Unser gemeinsames Ziel ist es, die Wirtschaftssituation und die Wirtschaftsstruktur im Land nachhaltig zu stärken und zu verbessern. Wir haben eine kleinteilige Struktur hier in Schleswig-Holstein. Das ist selbstverständlich nicht nur ein Nachteil, denn kleine und mittelständige Unternehmen sind weniger konjunkturanfällig, sind agil und anpassungsfähig und davon profitieren wir in Zeiten der Transformation und in Zeiten der Krise – wie wir in den vergangen bald zwei Jahren gesehen haben.

Aus dieser Wirtschaftsstruktur resultieren jedoch auch große Herausforderungen. Um mehr neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Innovationskraft der Wirtschaft zu erhöhen, braucht es auch größere Unternehmen. Wir werden diese Herausforderungen nicht nur aus der Substanz der schleswig-holsteinischen Wirtschaft bewältigen und kompensieren können. Wir müssen unsere Standortfaktoren und Potentiale besser nutzen, neue Ansiedlungen aktiv vorantreiben und in unseren Schwerpunktbranchen Anreize für Ansiedlungen schaffen. Genau das formuliert die neue Ansiedlungsstrategie aus.

In unseren Fokusbranchen haben wir enorme Potentiale. In der Ernährungswirtschaft, der Gesundheitswirtschaft, aber auch in der Branche der Erneuerbaren Energien sind gewaltige Potentiale zu heben. Dafür braucht es die richtigen Rahmenbedingungen.

Wir als Grüne haben lange dafür gekämpft, dass wie in eine Situation kommen, in diesem Maße von Erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein profitieren zu können. Einen neue Studie von Tennet zeigt, das Schleswig-Holstein einer von zwei Standorten ist, die in der Ansiedlung neuer Wasserstofftechnologien enorme Potentiale bieten. Es muss unser gemeinsames Ziel sein nicht zur Lausitz der Energiewende zu werden, sondern davon zu profitieren und mit neuen Technologien hier in Schleswig-Holstein Arbeitsplätze und Wertschöpfung zu schaffen. Es muss uns gelingen, dass sich die produzierenden Gewerbe der erneuerbaren Energie und ihrer Folgesektoren hier ansiedeln. Nur so entstehen Innovationskraft und neue Arbeitsplätze. Neue und innovative Technologien wie Brennstoffzellen, Batteriezellen und Batteriespeicher müssen in unserem Land Platz finden.  

Beim Thema Flächenverbrauch haben wir sehr hohe Ziele und das ist auch gut so. Wir sollten uns nicht darauf ausruhen, dass wir im Ländervergleich nicht die Schlestesten sind. Ganz im Gegenteil. Wir können es schaffen, die Herausforderungen und unsere ambitionierten Ziele miteinander zu vereinbaren. Wir haben dafür gute Projekte auf den Weg gebracht. Darauf können wir stolz sein.

Zuletzt kommen wir zu den Gewerbeflächendatenbanken. Wir wollen transparente Datenbanken zur Verfügung stellen. Ich bedanke ich mich bei den Kolleg*innen der CDU für die Initiative. Wir wollen, dass Gewerbeflächen leichter aufzufinden sind und wir brauchen genau dafür niedrigschwellige Angebote für Unternehmer*innen im Land. Zudem braucht es mehr Transparenz in Angebot und Nachfrage. So wollen wir dazu beitragen, künftig effizienter neue Flächen auszuweisen und zu besiedeln.

Alles in allem ist dies ein gutes Projekt der Koalition und ein guter Weg für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein. Hiermit schlagen wir wichtige Pfeiler für neue Arbeitsplätze und Innovationen im Land ein.

Ich freue mich auf die weitere Diskussion zur Ansiedlungsstrategie im Ausschuss.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit!