Noch nicht die Letzten ihrer Art.

Angler Sattelschwein, Küchenschelle und Uferschnepfe.

Am Montag hat Joschka den Tierpark Arche Warder und Artenschutzprojekte im Kreis Schleswig-Flensburg besucht.

„Die Bedeutung des Verlustes der Arten und der Biodiversität können wir gar nicht hoch genug aufhängen. Ähnlich wie der Klimawandel stellt auch der dadurch verstärkte Artenschwund nicht nur das Land, sondern die ganze Welt vor große Herausforderungen.“

Joschka Knuth

Joschka verschaffte sich einen Eindruck über laufende Projekte und deren Entwicklungen sowie über die Probleme, denen die Projekte begegnen wollen. Am Morgen besuchte Joschka gemeinsam mit der Landesvorsitzenden Ann-Katrin Tranziska sowie Kommunalpolitiker*innen die Arche Warder.

Viele alte Nutztierrassen sind heute bedroht und müssen geschützt werden, weil die Landwirtschaft sich auf wenige Hochleistungsrassen konzentriert.

„Dass Wildpflanzen und Wildtiere aussterben wissen bereits viele Menschen. Nicht aber, dass alle zwei Wochen eine Nutztierrasse ausstirbt. In Deutschland stehen über 130 Nutztierrassen auf der Roten Liste. Die Arche Warder ist ein einzigartiges Projekt für Agrobiodiversität in Europa. Den unermüdlichen Einsatz aller Engagierten gebührt großer Dank.“

Joschka Knuth

Ein Pfeiler des Nutztierschutzes ist die Sicherung der zukünftigen Ernährung durch die Erhaltung der genetischen Vielfalt. Nutztiere sind an Klima und Standort angepasste und haben zudem Ihren Wert als Kulturgut. Die Arche Warder schützt die Nutztiere durch Erhaltungszucht, durch Etablierung von Satellitenstationen, durch Bildung, Vernetzung und Forschung.

Außerdem erkundigte sich Joschka im Kreis Schleswig-Flensburg in der Archegärtnerei in Eggebek sowie bei der Blütenmeer GmbH über die Situation der heimischen Flora. An der Alten Sorge Schleife stand der Lebensraum der Uferschnepfe und der Wiesenvogelschutz im Vordergrund. Dort befindet sich ein Projektgebiet des europäischen Projekts „Life Limosa“ zum Schutz der Uferschnepfe.

In den vergangenen 14 Jahren sind fast ein Viertel der Tier- und Pflanzenarten aus Schleswig-Holstein verschwunden. Der Lebensraumverlust bedroht die biologische Vielfalt zunehmend. Und nicht nur die Arten werden weniger, auch die Individuenzahlen. Gleichzeitig sind die Interessen, die die Landschaft betreffen, sehr unterschiedlich. Die entstehenden gesellschaftliche Konflikte gilt es gemeinsam zu lösen.

„Deutlich wird, dass mit dem Rückgang von Wiesen und Weiden in Schleswig-Flensburg ein großer Teil des Artenreichtums verschwunden ist, der diese Region einst prägte. Ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Natur ist unverzichtbar“

Joschka Knuth

Die Küchenschelle und weitere zahlreiche Arten, die die Archegärtnerei vermehrt, stehen auf der Roten Liste und sind stark in ihrem Bestand gefährdet oder vor dem Aussterben bedroht. Auf der Roten Liste Schleswig Holstein ist auch die Uferschnepfe in Ihrem Bestand stark gefährdet – hier brüten noch 850 Paare.

„Mit den aktuellen Anstrengungen zum Schutz der Moore und zum biologischen Klimaschutz, der Erstellung einer Biodiversitätsstrategie sowie mit der Initiierung des Projektes Modellregion Schlei weist Schleswig-Holstein den Weg in die richtige Richtung. Ein besonderer Dank gebührt allen Menschen, die sich für den Erhalt unserer Natur einsetzen. Wir werden sie weiterhin mit aller Kraft unterstützen.”

Joschka Knuth

Aktuelle Zahlen und Fakten zur Entwicklung der Artenvielfalt in Schleswig-Holstein lassen sich dem Jahresbericht zur biologischen Vielfalt entnehmen, der jährlich vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung veröffentlicht wird.

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